Bewerbung · KI-Automatisierer (m/w/d)

Hallo Patrick — schön, dass du reinschaust.

Was mich für diese Stelle qualifiziert, steht nicht im Lebenslauf. Also zeige ich es dir — hier und im Video.

Bewerbungsvideo
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Fast vier Seiten Anschreiben — ungewöhnlich, ich weiß. Der Grund ist einfach: Mein Lebenslauf allein trägt diese Bewerbung nicht. Da steht Versicherungskaufmann, Datenschutzbeauftragter, Fitnessstudio. Ohne konkrete Beispiele bliebe alles Weitere eine Behauptung.

Beim Schreiben habe ich viel mit KI gearbeitet. Inhalte, Beispiele und Einschätzungen stammen von mir, jeden Satz habe ich geprüft — nichts ist erfunden. Aber die Sprache ist nicht meine. Ich bewerbe mich auf eine KI-Stelle; es wäre merkwürdig, sie dafür nicht einzusetzen. Deshalb liegt das Video bei: ich, ohne Skript, ohne KI.

Warum bei euch

Ihr seid ein kleines Team — für mich kein Kompromiss, sondern der Grund, warum ich mich melde. Mein Werdegang läuft quer: Versicherungskaufmann, Datenschutzbeauftragter, geschäftsführender Gesellschafter, seit Ende 2025 Softwareentwicklung mit Claude. In einem Konzern würde daraus eine Stelle, die drei Viertel davon nicht braucht. Bei euch zahlt genau die Mischung ein: die Buchhaltung fachlich beurteilen, die Datenschutzfrage selbst beantworten, die Automatisierung bauen und sie anschließend dem Team erklären.

Und ich arbeite am liebsten dort, wo Dinge direkt gesagt werden und niemand seine Position verteidigen muss. Eure Anzeigen lesen sich genau so.

Zu jedem Punkt aus eurer Anzeige

Statt einer Behauptung je ein konkretes Beispiel. Zwei Sätze pro Punkt — für die Details „mehr anzeigen“.

Claude AI in der Praxis

Ich habe zwei Jahre lang zwei externe Entwickler geführt — im Dezember 2025 festgestellt, dass ich das Projekt mit Claude Code selbst umsetzen kann, und es von Grund auf neu gebaut. Eine Multi-Tenant-Buchungsplattform mit Gutschein-Shop, seit Juni 2026 produktiv.

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Den laufenden Betrieb führt meine Frau, die das Studio leitet — die Kundenkommunikation findet auf Thai statt, da bin ich raus. Ich baue gelegentlich eine neue Funktion ein, mehr nicht. Es geht mir nicht um ein fertiges Produkt, sondern um den Nachweis: Ich setze mit Claude Code eigenständig ein produktives System um.

Automatisierung von Geschäftsprozessen

Sechs Tage nach dem Startschuss laufen zwei KI-Agenten produktiv — einer für den Mailverkehr, einer für Kasse, Dienstplan und Personal; ein dritter geht dieses Wochenende live. Keine Menü-Chatbots, sondern Agenten mit eigener Persona, Gedächtnis und Werkzeugen, mit denen das Team per Slack schreibt — alles mit Geld- oder Außenwirkung erst nach Freigabe per Button.

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Die Idee stammt nicht von mir. Am 18. Juli habe ich einen Podcast mit dem Gründer von Leaders of AI gesehen — überzeugt hat mich weniger die Technik als der Gedanke dahinter: ein Unternehmen bewusst klein und flach halten und alles Weitere über KI-Mitarbeiter abbilden statt über zusätzliche Ebenen. Genau das lese ich aus eurer Ausschreibung heraus, und am selben Wochenende habe ich angefangen zu bauen.

Der Aufwand steckte nicht in den Agenten selbst, sondern im Unterbau: eine gemeinsame Laufzeitumgebung mit Werkzeugen, Gedächtnis, Freigabe-Logik, Dateiablage und automatischem Deployment. Das war die eigentliche Arbeit. Sie fällt einmal an — jeder weitere Agent kostet danach Tage statt Wochen.

Ich nenne das Tempo bewusst mit Datum. Nicht alles davon ist fertig. Aber ihr seht daran, wie ich arbeite, wenn mich ein Thema überzeugt — und was in eurem ersten Monat realistisch möglich ist.

Buchhaltungsprozesse

Ich war Geschäftsführer einer GmbH und mache die Buchhaltung bis heute selbst — ich kenne sie von der Seite dessen, der sie erledigt, nicht nur von der Seite dessen, der sie automatisiert. In der Plattform läuft die automatische Rechnungsstellung inklusive der unterschiedlichen Besteuerungsarten von Gutscheinen.

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Ich mache die Buchhaltung für TM Services und für das Studio meiner Frau. Diese doppelte Perspektive — Anwender und Automatisierer zugleich — ist der Grund, warum ich bei Buchhaltungs-Automatisierung weiß, wo die echten Fallstricke liegen und wo eine Maschine still Unsinn bucht.

Kundensupport & Schulung der Kolleg/innen

Als Inhaber eines Frauenfitnessstudios habe ich täglich Kunden empfangen und ein technisch überwiegend nicht versiertes Team geführt — mit fortlaufenden Arbeitsanleitungen, mit denen auch Nicht-Computeraffine die Verwaltung sicher bedienten. Genau diese Übersetzungsarbeit sehe ich als den Kern eurer Stelle.

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Die beste Automatisierung ist wertlos, wenn das Team sie nicht bedienen kann oder ihr nicht traut. Ich habe jahrelang genau an dieser Schnittstelle gearbeitet: technische Abläufe so übersetzen, dass Menschen ohne IT-Hintergrund sie sicher benutzen. Für KI-Werkzeuge gilt das noch stärker als für eine Mitgliederverwaltung.

APIs, No-Code, Low-Code

n8n läuft bei mir produktiv, dazu eigene HTTP-APIs mit Token-Auth, Webhooks, Queues und automatisches Deployment. Ich kann bestehende Tools verdrahten — und selbst bauen, wenn das Tool nicht mitspielt.

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Der Unterschied ist wichtig: No-Code-Werkzeuge wie n8n decken viel ab, stoßen aber an Grenzen, sobald eine Schnittstelle nicht vorgesehen ist. Weil ich beides beherrsche, bin ich nicht darauf angewiesen, dass ein fertiger Baustein existiert — ich baue ihn im Zweifel selbst.

Grenzen der Technologie

Der aus meiner Sicht wichtigste Punkt: Automatisierung ohne passende Schnittstelle ist Wunschdenken. Zwei frische Beispiele — ein fertiger Google-Review-Workflow wartet noch auf die API-Freigabe, und ich stelle die Buchhaltung von lexoffice auf BuchhaltungsButler um, weil erst der lesende Zugriff einen echten Rückabgleich erlaubt.

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Lesson 1: Der Workflow für automatische Antworten auf Google-Reviews ist gebaut, läuft aber nicht. Die API-Freigabe habe ich am 21. Juli beantragt, Google braucht 5 bis 10 Werktage und garantiert nichts. Gelernt: die Schnittstellenfrage vor die Bauarbeit ziehen, nicht danach.

Lesson 2: lexoffice' API ist zu eingeschränkt für durchgängige Automatisierung — es fehlt vor allem der lesende Zugriff, mit dem eine Maschine prüfen könnte, ob eine Buchung wirklich angekommen ist. Ohne diesen Rückabgleich ist „automatisch gebucht“ nur geraten. Deshalb stelle ich auf BuchhaltungsButler um; die Migration läuft. Ab Montag, 3. August, kann ich live zeigen, wie die Buchhaltung dann durchläuft.

Deshalb prüfe ich zuerst, was eine API hergibt, und verspreche danach.

Datenschutz

DSGVO-Beauftragter (2019) und BDSG-Beauftragter (TÜV Süd, 2010). Bei eurem Sortiment und KI im Kundensupport ist die Frage, welche Daten an welches Modell gehen, keine Formalie.

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Ein Beispiel liefert diese Seite selbst: Sie liegt bewusst bei einem EU-Anbieter (bunny.net, Ljubljana), ist auf noindex gestellt und über eine nicht erratbare Adresse erreichbar — auch das Video streame ich von dort statt über YouTube, wo jeder Zuschauer getrackt würde. Kleine Entscheidungen, aber sie zeigen die Denkweise besser als das Zertifikat.

E-Commerce & Shopify — was ich (noch) nicht kann

Shopify, Plentyone, Klaviyo und UpPromote kenne ich nicht — meine E-Commerce-Erfahrung kommt aus WooCommerce und einem selbst gebauten Shop mit Gutschein­modul. Ich halte das für lösbar, weil ich Shopify nicht wie ein Shopbetreiber lernen muss: wie man mit Claude arbeitet, weiß ich; den Rest arbeite ich damit in Minuten auf.

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Was Shopify an Schnittstellen hergibt, habe ich mit Claude in Minuten aufgearbeitet — danach ist die Frage nur noch, ob wir ein vorhandenes Plugin nehmen oder für einen bestimmten Fall etwas Eigenes bauen. Fürs Team lege ich Claude-Skills an, damit die Kolleg/innen nicht bei null anfangen, inklusive Regeln, an die sich alle halten: getestet wird auf einem Staging-Shop, nicht im Livesystem.

Was mir wirklich fehlt, sind die Eigenheiten eures Shops — welche Apps drinhängen, wo die Produktdaten unsauber sind, welcher Handgriff im Alltag nervt. Das steht in keiner Dokumentation, das lerne ich nur von euch.

Wie ich anfangen würde

Nicht mit Bauen. Zuerst mit drei Fragen:

  1. Welche Arbeit hält euch täglich am meisten auf?
  2. Was bleibt regelmäßig liegen, weil keine Zeit dafür ist?
  3. Welche Tools habt ihr — und wie viel ihres Potenzials nutzt ihr wirklich?

Vor jeder eigenen Automatisierung kommt die Frage, ob das vorhandene Tool nur falsch eingestellt ist. Das ist billiger, schneller und hinterlässt keine Speziallösung, die niemand pflegen kann, wenn ich mal ausfalle. Und ganz grundsätzlich: KI muss mit dem Team arbeiten, nicht gegen es. Zieht das Team nicht mit, ist der beste Workflow tot.

Die Entscheidung, die vor allem anderen stehteinklappen

Es gibt mehr als einen Weg: die vorhandenen Tools sauber automatisieren; Agenten in Slack aufsetzen, so wie ich es gemacht habe; oder auf fertige Agentenumgebungen wie Claude Cowork setzen. Die Wege unterscheiden sich in Kosten, Datenschutz, Abhängigkeit von einem Anbieter und darin, wie leicht das Team mitkommt.

Ich möchte dir meinen Weg nicht überstülpen, nur weil er bei mir funktioniert. Diese Grundsatzentscheidung triffst du. Meine Aufgabe sehe ich darin, dir die Optionen mit ihren Konsequenzen sauber auf den Tisch zu legen und die Strategie mit dir gemeinsam zu erarbeiten.

Ein Vorschlag statt eines Versprechens

Es gibt genug Bewerber, die dir sagen: „Ich automatisiere euch alles.“ Davon grenze ich mich ab — am ehesten dadurch, dass ich es vorher zeige statt hinterher zu behaupten.

Mein Vorschlag: eine Woche bei euch vor Ort. Ich mache das Tool-Audit, führe die Gespräche mit dem Team, arbeite die Strategie mit dir aus und setze einen konkreten Anwendungsfall tatsächlich um. Am Ende steht entweder etwas Lauffähiges oder eine belastbare Begründung, warum es auf diesem Weg nicht geht. Beides ist ein Ergebnis — und das zweite ist mir genauso viel wert wie das erste.

Diese Position ist in der Arbeitswelt noch neu; es gibt kaum Erfahrungswerte, was ein Unternehmen davon erwartet und woran es den Erfolg misst. Genau das lerne ich in dieser Woche — auch dann, wenn wir am Ende nicht zusammenkommen.

Kein Honorar — nur Anreise & Unterkunft 100 % Remote passt ansonsten gut Vor Ort später gern in Abständen, nicht wöchentlich